Salzburg: 3 Tage in der Mozartstadt

Schon lange wollte ich Salzburg, der viertgrößten Stadt Österreichs und Geburtsstadt eines der bedeutendsten Komponisten der Welt, einen Besuch abstatten. In diesem Jahr war es endlich soweit und wir fuhren mit dem Auto die etwa 500 km lange Strecke an die deutsch-österreichische Grenze.

Nachdem der Verkehr auf der A99 um München herum nur sehr zäh floss, meldete sich am frühen Nachmittag der Hunger bei uns. Irgendwie hatten wir alle Lust auf eine deftige Mahlzeit und ein gutes Bier, wozu sich die zahlreichen oberbayrischen Brauereigasthöfe natürlich anboten. Dank TripAdvisor wurden wir auf den (leider seit kurzem geschlossenen) Gasthof zum Seefranzl in Sauerlach aufmerksam.

Das Braustüberl hatten wir um diese Uhrzeit für uns alleine. Von der Brotzeitkarte bestellten wir einen Bayerischen, sowie einen Allgäuer Wurstsalat und ein Brotzeitbrettl. Alle Speisen schmeckten ausgezeichnet und wurden durch das Biertreberbrot aus der Dorfbäckerei abgerundet. Passenderweise werden im Seefranzl drei Hauptbiersorten angeboten, sodass sich jeder von uns für eine Sorte entscheiden konnte. Alle drei Biersorten zählten zu den besten, die wir je getrunken hatten. Mit Abstand am süffigsten fanden wir aber das Michaeli Dunkel.

Derart gestärkt fuhren sich die restlichen 200 Kilometer bis ans Ziel fast wie von alleine. Am frühen Abend kamen wir endlich in Salzburg an und fanden unser Hotel auf Anhieb und ohne Probleme. Allerdings war es nicht ganz leicht die Zufahrt zum Parkplatz zu finden, da die Ignaz-Härtl-Straße eine Einbahnstraße ist. Wenn man weiß, dass man von der Wiener Straße an der Turmöl-Tankstelle (das Schild “Spar-Express” ist weithin sichtbar) rechts auf die Linzer Bundesstraße und dann die nächste Möglichkeit links abbiegen muss, kommt man zwangsläufig am recht knapp bemessenen Parkplatz vorbei.

Nach dem Check-in parkten wir in die, ebenfalls ziemlich knapp bemessene und relativ schmale, Tiefgarage um. Im Hotelzimmer aßen wir unser restliches Reiseproviant, ehe wir einen ersten Erkundungsspaziergang unternahmen.

Nach etwa 500 Metern kamen wir am Tanzzentrum SEAD vorbei, um dessen Eingang viele junge Leute herumlungerten, die ein aufdringlicher Haschischgeruch umgab. Die Getreidegasse, die auch nach Einbruch der Dunkelheit noch sehr belebt war, erreichten wir etwa 20 Minuten später. Letztlich landeten wir, wie sollte es in der Bierhauptstadt Österreichs auch anders sein, auf einen süffigen Pfiff (kleines 0,2 l Glas Bier) im Sternbräu (Griesgasse 23), das neben einem urigen Gasthof auch eine gemütliche Lounge zu bieten hatte. Hier gefiel mir besonders gut, dass man für 0,50 € ein Glas Leitungswasser bestellen konnte und der daraus resultierende Erlös an gemeinnützige Einrichtungen gespendet wird (im Jahr 2016 etwa kamen 3,423,50 € dem Salzburger Verein Initiative ethisch wirtschaften VIEW (ehemals Salzburger Tafel) zugute).

Anschließend schlenderten wir noch eine Weile durch die Gassen der linken Altstadt, ehe wir uns auf den Rückweg machten. Auf der anderen Seite der Salzach (rechte Altstadt) kehrten wir noch für einen weiteren Pfiff ins Gablerbräu (Linzer Gasse 9) ein, in dem zu später Stunde nicht mehr viel Betrieb herrschte. Auch hier war das Bier süffig, konnte aber (ebenso wie das Bier im Stern) nicht mit den Bieren im Seefranzl mithalten.

Unterkunft

Schon vor unserer Abreise wurde meine Vorfreude auf Salzburg durch die relativ hohen Hotelpreise geschmälert. Nach langer Recherche, schien uns das Best Western Amedia Art Salzburg das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten und wir buchten 4 Nächte im Doppelzimmer. Das Frühstück kostete pro Person 15 € und die Tiefgarage nochmals 15 € pro Nacht. Für 3 Personen zahlten wir insgesamt 340 €, womit wir günstiger weg kamen, als zuerst gedacht. Zudem waren die Lage am Fuße des Kapuzinerbergs in Schallmoos (direkt gegenüber des ZiB-Shopping-Centers) und die Nähe zur Altstadt ideal.

Doppelzimmer im Best Western Amedia Art Salzburg

Die geschmackvoll eingerichteten Zimmer hatten eine gute Größe und lagen in unmittelbarer Nähe zur Sauna. Einziger Wermutstropfen war die Lage an der Kreuzung zweier vielbefahrener Straßen, die es unmöglich machten bei offenem Fenster zu schlafen. Das Frühstücksbuffet war okay, hätte für den Preis aber gerne etwas reichhaltiger ausfallen dürfen.


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An einem Morgen war der Fruchtjoghurt, der in Glasschalen angeboten wurde, umgekippt, was für diesen Preis überhaupt nicht geht. Dafür gab es sehr guten Kaffee, den man (obwohl “nur” aus einem Vollautomaten) so leider auch nicht überall in der Stadt bekam.

Tag 1: Die linke Altstadt

Am nächsten Morgen fand im Salzburger Dom ein Orgelkonzert statt, was wir zum Anlass nahmen, unsere Stadtbesichtigung mit dem Besuch der ersten Barockkirche nördlich der Alpen zu beginnen. Eine gute Entscheidung, denn die meisten Sehenswürdigkeiten, die wir uns für diesen Tag vorgenommen hatten, waren vom Rand der linken Altstadt aus fußläufig erreichbar.

Marmorfassade des Salzburger Doms

Mindestens genau so beeindruckend, wie die wuchtige Marmorfassade der Kathedrale, war ihr Inneres, das wir nach dem Konzert genauer unter die Lupe nahmen. Neben prächtigen Stuckarbeiten, gab es wunderschöne Fresken italienischer Meister und ein Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert zu bestaunen. Gerne spendeten wir ein paar Euro zur Erhaltung dieses Gotteshauses.

Beeindruckend – die Fresken im Salzburger Dom

Weiter ging es mit der Salzburger Residenz, die sich direkt neben dem Salzburger Dom am Residenzplatz befindet (den man dank der vielen Fiaker nicht übersehen kann). Für 12 € konnten wir das gesamte Domquartier erkunden, was ohne den Audioguide, der im Preis inbegriffen war, sicherlich eine Tagesaufgabe gewesen wäre.

Blick vom Balkon der Salzburger Residenz auf den Domplatz

So wurden wir aber innerhalb weniger Stunden durch die Prunkräume der Residenz, die Residenzgallerie, die Domorgelempore und das Dommuseum, die Kunst- und Wunderkammer, die Lange Galerie, das Museum St. Peter und die gotische Franziskanerkirche geführt. Wenn ich nur eine einzige der vielen Sehenswürdigkeiten Salzburgs empfehlen dürfte, dann wäre es diese hier. Nicht nur Kunstfreunde kommen hier auf ihre Kosten, sondern auch jeder, der gerne einen Blick hinter die Kulissen europäischer Königshäuser wirft, Interesse an Kirchengeschichte hat oder einfach nur die Dom- und Klosterschätze anschauen möchte. Besonders bei schlechtem Wetter gibt es wohl keine bessere Beschäftigung, als das weitläufige Areal zu erkunden. Und mit der Salzburg-Card ist der Eintritt sogar gratis!

Auf dem Residenzplatz standen Fiaker für eine Stadtrundfahrt bereit

Nach so viel Kultur hatten wir uns eine Pause im Café Tomaselli, das sich in unmittelbarer Nähe (Alter Markt 9) befand, redlich verdient. Am frühen Nachmittag waren wir natürlich nicht die einzigen, die in das älteste Kaffeehaus Österreichs strömten. Doch mit ein wenig Glück, konnten wir im wilden Durcheinander der internationalen Gäste einen Platz ergattern.

Eine Salzburger Institution – das Café Tomaselli

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkte, gab es im Tomaselli klare Regeln, die (vermutlich nicht nur) uns anfangs ein wenig überforderten. So wurde der Kaffee (3x Melange) bei einem gestresst wirkenden Herren bestellt und die Kuchen von einer Dame (die ein Tablett mit sämtlichen Gebäckstücken des Cafés umher trug) gebracht.

Als der Kuchen kam (Topfenstrudel, Sacher- und Mozarttorte) hatten wir unsere Kaffees bereits getrunken, was für uns alle ein No-Go war. Dennoch sollte man das Café Tomaselli bei einem Besuch in Salzburg gesehen haben. Der Kaffee schmeckt lecker, der Kuchen gleicht kleinen Kunstwerken und die Besucher stammen aus allen Kulturkreisen und Bevölkerungsschichten. Trotzdem  waren wir froh, als wir die (gesalzene) Rechnung beglichen hatten und das laute Gewusel, das mich manchmal an einen viel befahrenen Bahnhof erinnerte, hinter uns lassen konnten.

Den Geruch all der Süßspeisen, die durch das Tomaselli getragen wurden, noch in der Nase, kam ich nicht umhin, im Anschluss zwei Packungen der wohl berühmtesten Salzburger Spezialitäten zu kaufen – Mozartkugeln.

Als Freund jeglicher Art von Süßigkeiten kannte ich natürlich die in rot-goldene Alufolie gewickelten Exemplare von Reber, Schmidt, Mirabell und Co., die man auch hierzulande im Supermarkt bekommt. Laut dem Baedeker Reiseführer Salzburger Land, stammen die Original Mozartkugeln aber aus der Konditorei Fürst (direkt gegenüber dem Café Tomaselli) und sind in eine blau-silberne Stanniolfolie gewickelt.

Eine Tüte (oder “Sackerl”, wie die Österreicher sagen) mit 10 Kugeln kostete 13 Euro. Etwa 100 Meter weiter verkaufte auch die Confiserie Holzermayr eine eigene (ebenfalls in blau-silber gewickelte) Variante der Mozartkugeln, die sich dort Echte Salzburger Mozartkugel nennt. Offenbar scheiden sich seit Jahrzehnten die Geister daran, welche Mozartkugeln nun besser schmecken. Um das beurteilen zu können, kaufte ich auch hier ein 10er Sackerl um 15 Euro.

Nun folgte, worauf sich der weibliche Teil unserer Reisegruppe bereits den ganzen Tag gefreut hatte – ein Einkaufsbummel in der Getreidegasse. Dort gab es alles, was das Herz begehrte: internationale Modeketten, kleine (und größere) Souvenirläden, Restaurants, Supermärkte, sowie Schmucklädchen.

Getreidegasse

Wer die Zeit hat, sollte sich unbedingt eine Weile an einer Häuserecke der Haupteinkaufsstraße Salzburgs postieren und das Treiben beobachten. Touristen mischen sich unter Einheimische, Handwerker wuseln durch die Gassen, während Ladenbesitzerinnen die Scheiben ihrer Geschäfte auf Hochglanz polieren und die in Pelz gehüllte Schickeria ihre Schoßhündchen über das Kopfsteinpflaster trägt. Selten bekommt man sämtliche Gesellschaftsschichten derart komprimiert und in solch friedlicher Koexistenz zu Gesicht, wie in den engen Gassen der Salzburger Altstadt.

Getreidegasse 9 – Mozarts Geburtshaus

Das touristische Highlight der Getreidegasse verbarg sich jedoch hinter der Hausnummer 9, wie man an der schier endlosen Schlange vor dem Eingang unschwer erkennen konnte. Im sogenannten Hagenauer Haus (benannt nach seinem damaligen Eigentümer, dem Kaufmann Johann Lorenz von Hagenauer), einem gelb gestrichenen Wohnhaus, an dem in goldenen Lettern “Mozarts Geburtshaus” prangt, erblickte der wohl berühmteste Sohn der Stadt am 27. Januar 1756 das Licht der Welt. Kein Wunder also, dass es hier vor Touristen nur so wimmelte. Glücklicherweise öffnet sich die Getreidegasse unmittelbar vor dem Hagenauer Haus zu einem kleinen Platz, wodurch sich die unzähligen Touristen ein wenig verteilten.

                        

Auch wenn uns die Ausstellung, die den Besuchern auf 3 Etagen das Leben von Wolfgang Amadeus Mozart näher bringt, interessiert hätte, legten wir auf den Besuch eines weiteren Museums an diesem Tag keinen großen Wert. Da wir keine Salzburg-Card gekauft hatten (in welcher der Eintritt für Mozarts Geburtshaus inbegriffen ist), ließen wir uns nur allzu gerne von den zahlreichen Touristen, die vor der Kasse Schlange standen, abschrecken, sparten uns die 11 € Eintritt (in Verbindung mit einer Eintrittskarte für Mozarts Wohnhaus in der rechten Altstadt 18 €) und schlenderten gemütlich weiter.

Die barocke Marstallschwemme auf dem Herbert-von-Karajan Platz

Am Ende der Getreidegasse bogen wir nach links in die Bürgerspitalgasse ein, die auf den Herbert-von-Karajan Platz zuläuft. Dort fielen unsere Blicke auf die barocke Marstallschwemme, eine opulente Pferdetränke und wohl eine der prächtigsten Pferdeschwemmen der Welt.

Weiter ging es in die Hofstallgasse, wo sich die Stars alljährlich im Mai zu den weltberühmten Salzburger Festspielen einfinden, um in den beiden Festspielhäusern (und anderen Orten der Stadt) dem bedeutendsten Festival für klassische Musik und darstellende Kunst beizuwohnen.

Auf dem Max-Reinhardt-Platz, gegenüber des großen Festspielhauses, schlossen sich die Kollegien- bzw. Universitätskirche, sowie der Furtwänglerpark an.

Die Gurken des östrreichischen Künstlers Erwin Wurm im Furtwänglerpark vor der Kollegienkirche

Neben dem Schillerdenkmal fielen hier vor allem die Gurken auf – fünf etwa zwei Meter hohe Skulpturen des österreichischen Künstlers Erwin Wurm, die 2011 im Rahmen des Kunstprojektes Salzburg geschaffen wurden.

Wir bogen rechts in den Toscaninihof ein und staunten über die brachiale Schönheit der grauen Stein- und Betonwände, die uns umgaben.

Der Toscaninihof ist nach dem italienischen Dirigenten Arturo Toscanini benannt

Kurz überlegten wir, in den gemütlich aussehenden Imbiss Resch & Lieblich einzukehren, wo es das beste Gulasch der Stadt geben soll, entscheiden uns aber dagegen und bogen links in einen der Innenhöfe des Stifts Sankt Peter ein. Das weitläufige Benediktinerkloster (das auch Erzabtei Sankt Peter genannt wird) aus dem 7. Jahrhundert ist die älteste noch bestehende Klosteranlage im deutschsprachigen Raum, und beherbergt sogar ein Gästehaus.

Im Reiseführer wurde der Klosterladen angepriesen, der sonntags aber leider geschlossen hatte. Ebenfalls empfohlen wurde darin das Stiftskulinarium, eines der ältesten Gasthäuser der Stadt, das hervorragende Küche servieren soll, uns aber zu teuer war.

Stiftskirche St. Peter

Dafür besuchten wir die Stiftskirche St. Peter, die von außen, im Vergleich zu den anderen Kirchen, die wir an diesem Tag gesehen hatten, eher bescheiden wirkte. Innen offenbarte sich aber ein Traum aus Rokokostuck und barocken Fresken. Eine wunderbare Überraschung und für uns die schönste Kirche Salzburgs.

Der prunkvolle Innenraum der Stiftskirche St. Peter

Im Anschluss besuchten wir noch den Sankt-Peters-Friedhof, um den Katakomben und der Stiftsbäckerei im Mühlenhof einen Besuch abzustatten. Beide hatten leider geschlossen und für die Stiftsbibliothek (die älteste Bibliothek Österreichs!) hätten wir eine Voranmeldung benötigt (Öffnungszeiten MIT Voranmeldung Di – Fr).

Da dies die letzten Stationen gewesen wären, die wir uns für diesen Tag überlegt hatten,  verweilten wir noch ein wenig auf diesem ruhigen Fleckchen Salzburgs und stießen dabei auf die Gräber einiger berühmter Salzburgerinnen und Salzburger. Hierzu zählten etwa Michael Haydn (der jüngere Bruder Joseph Haydns), Mozarts Schwester Maria Anna Walburga Ignatia von Berchtholdt zu Sonnenburg, Johann Lorenz Hagenauer und der Sänger Richard Mayr.

Wir verließen den Friedhof am Ein- / Ausgang Festungsgasse, wo ein Gedicht des Salzburger Dichters Georg Trackl einen perfekten Abschluss unseres ersten Tages in Salzburg bildete.

Gedicht des Salzburger Dichters Georg Trackl

Wir schlossen das Eisentor, wendeten und nach links und folgten der Festungsgasse, bis wir wieder auf dem Kapitelplatz vor dem Dom ankamen.


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Jetzt erst spürten wir, wie sehr unsere Mägen knurrten. Kein Wunder, schließlich hatten wir seit dem Besuch im Café Tomaselli, der mittlerweile ein paar Stunden zurück lag, nichts mehr gegessen. Kurz überlegten wir, wo wir einkehren könnten und erinnerten uns an ein paar nett aussehende Lokale in der Neustadt.

Speisen im Burger Restaurant LUDWIG

Die Essenssuche gestaltete sich jedoch schwieriger, als gedacht, da viele Lokale an diesem Abend ausgebucht waren. Schließlich landeten wir bei LUDWIG [Das Burger Restaurant] im Bruderhof / Linzergasse 39. Für durchschnittlich 9 Euro wurden uns ordentliche Portionen aufgetischt. Dazu bestellten wir Pommes und Süßkartoffelpommes, sowie regionales Bier (Trumer). Das Wasser gegen den ersten Durst wurde stilvoll in Weingläsern serviert.

Tag 2: Festungsberg und Mönchsberg

Der nächste Tag begann genau dort, wo unsere Stadtbesichtigung am Vorabend geendet hatte – in der Festungsgasse. Dort nämlich befindet sich die Station der Festungsbahn, bei der man auch die Eintrittskarten für die Burg kaufen kann. Hiervon gibt es zwei Varianten – das Basis-Ticket (12 €), das zum Besuch der Festung Hohensalzburg (inklusive Audioguide), sowie des Festungsmuseums, des Rainer-Regiments-Museums, des Marionetten-Museums und der Almpassage-Ausstellung berechtigt; sowie das Standard-Ticket (15,20 €) mit welchem man zusätzlich die Fürstenzimmer und das magische Theater besuchen darf.

Wer die 100 Höhenmeter zu Fuß überwinden und den Besuch der Festung mit einem Spaziergang verbinden möchte, zahlt lediglich 9,20 € (Basis-Ticket) bzw. 11,50 € (Standard-Ticket).

Wir entschieden uns für das Basis-Ticket inklusive Fahrt mit der Festungsbahn und fuhren mit der nächsten Bahn nach oben (später erfuhren wir, dass wir online sogar ein Standardticket inklusive Bahnfahrt für lediglich 11,50 € bzw. freien Eintritt als Inhaber einer Salzburg-Card erhalten hätten).

Vom Festungsberg hatten wir eine atemberaubende Aussicht auf Salzburg (© pisces2386 / Shutterstock)

Auch wenn wir einen relativ trüben Tag erwischt hatten, war die Aussicht vom Festungsberg atemberaubend. Das Domquartier, durch das wir einen Tag zuvor noch gestreift waren, lag uns zu Füßen. Dank mehrerer Aussichtsterrassen hatten wir einen 360 Grad Blick, konnten die umliegenden Hügel, sowie die Alpen erkennen und bis nach Deutschland sehen.

Interessant fand ich auf Hohensalzburg vor allem die Tatsache, durch Jahrhunderte alte Gemäuer zu wandeln. Immerhin wurde die Festung im 11. Jahrhundert erbaut und ist die größte vollständig erhaltene Burg Mitteleuropas.

Der Innenhof der Festung Hohensalzburg

Auch das Festungsmuseum, in dem, neben der Geschichte von Hohensalzburg, auch archäologische Fundstücke aus der Römerzeit ausgestellt sind, gefiel mir sehr gut. Insgesamt verbrachten wir auf der weitläufigen Anlage gut 1,5 Stunden, ehe wir unser Proviant auf einer der Aussichtsterrassen verzehrten und mit der Festungsbahn wieder in die Stadt hinunter fuhren.

Gerne hätte ich noch das Stift Nonnberg besucht, dessen größte Schätze der spätgotische Flügelaltar und die Heiligenfresken aus dem 12. Jahrhundert sind. Filmfans könnten das weltweit älteste dauerhaft bewohnte Frauenkloster aus dem Musical “The Sound of Music” (Meine Lieder – meine Träume) kennen, das von einer ehemaligen Erzieherin der Klosterschule handelt.

Leider hatten meine Mitreisenden aber kein Interesse daran. Stattdessen kehrten wir in den Stiegl-Keller ein, wo wir zur Stärkung jeweils ein Bier tranken.

 

Da sich die Sonne allmählich hinter den Wolken hervorschob, setzten wir uns auf die Terrasse hinaus, von der wir eine tolle Aussicht auf die Stadt hatten. Vielleicht lag es auch daran, aber mir schmeckte das Stiegl-Bier von allen Bieren Salzburgs am besten.

Die Aussicht von der Panoramaterasse des Stiegl-Kellers

Nun wollten wir dem Stefan-Zweig-Centre einen Besuch abstatten. Dafür ging es über den Friedhof und das Stift St. Peter (inklusive Besuch beim Klosterladen, wo wir leckere Schnäpse mitnahmen) zum Toscaninihof zurück.

Hätten wir uns besser informiert, hätten wir gewusst, dass das Museum um 13 Uhr noch geschlossen hatte (Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do & Fr jeweils von 14 – 16 Uhr). Da wir nun schon mal auf dem Mönchsberg waren, planten wir kurzerhand um und beschlossen, zur 2004 eröffneten Niederlassung des Museum der Moderne (MDM) zu spazieren, das wir an diesem Tag ohnehin besuchen wollten (Adresse: Mönchsberg 32).

Die etwa 500 Meter lange Strecke führte über den Dächern der Stadt entlang und bot immer wieder grandiose Aussichten auf Salzburg und das Umland.

Blick auf Salzburg vom Mönchsberg

Unterwegs begegnete uns ein buntes Potpourri aus Touristen, Wanderern, Spaziergängern und Joggern. Nach rund der Hälfte des Weges erreichten wir das imposante Gebäude der Bürgerwehr Salzburg, einem Teil der ehemaligen Stadtmauer.

Die Bürgerwehr (© pisces2386 / Shutterstock)

Obwohl die Hinweisschilder uns bedeuteten, durch die Unterführung hindurch zu gehen, um zum Museum der Moderne zu gelangen, gingen wir den Weg rechts der Brüstung entlang und um die wehrhaften Mauern herum. Diese spontane Idee wurde mit der schönsten Aussicht belohnt, die wir während unserer gesamten Reise genießen durften.

Hinter der Bürgerwehr offenbarte sich uns dieser grandiose Ausblick

Nach einer kurzen Rast legten wir die letzten 300 Meter zum Museum zurück… und standen abermals vor verschlossenen Toren. Denn das Museum hat täglich (außer montags) von 10 – 18 Uhr (mittwochs sogar bis 20 Uhr) geöffnet. Die Kunstwerke des 20. Und 21. Jahrhunderts, die dort auf drei Etagen ausgestellt werden, blieben uns damit leider verwehrt. Der Eintritt kostet 8 € (als Kombi-Ticket mit dem Rupertinum – das ist das Gebäude in der linken Bildmitte, das von einem roten Banner geziert wird – 12 €.

Für Inhaber einer Salzburg-Card (die wir glücklicherweise noch immer nicht besaßen) ist der Eintritt für beide Museen frei.

Also begnügten wir uns damit Fotos von der Aussicht zu machen und fuhren mit dem Mönchsberg-Aufzug wieder in die Stadt hinunter.

Den Besuchern des Museum der Moderne (MDM) liegt Salzburg zu Füßen

Glücklicherweise konnten wir hierfür unsere Eintrittskarte der Festung Hohensalzburg verwenden, wodurch wir uns 2,40 Euro pro Nase sparten.

Heraus kamen wir in der Gstättengasse 13, am Rande der Altstadt, von wo wir wieder zum Stefan Zweig Centre schlenderten. Das 2008 gegründete Museum veranschaulicht mit Hilfe von Zeitungsausschnitten, Filmen, Interviews, Fotos und Briefverkehr das Leben des österreichischen Schriftstellers, der von 1919 bis 1934 in Salzburg lebte. Natürlich liegen auch einige seiner Werke, wie Silberne Saiten, Die frühen Kränze, Ungeduld des Herzens, Die Schachnovelle und Die Welt von gestern aus, in welchen die Besucher teilweise auch schmökern können.

Eine sehr interessante und bewegende Ausstellung, die nicht nur für Literaturfans zu empfehlen ist.

                

Obwohl es erst kurz nach 15 Uhr war, hatten wir – aufgrund der schlimmsten Fehlplanung, die mir jemals passiert ist – das Tagesprogramm bereits abgefrühstückt. Für unsere weibliche Reisebegleitung war der Fall klar. SHOPPING!!!

Durch die Neutorpassage zwischen Toscaninihof und Herbert-von-Karajan-Platz ging es zurück, um zur Getreidegasse zu gelangen. Als wir am Neutor (offiziell Sigmundstor) ans Tageslicht traten, fiel unser Blick auf das kleine, leicht kitschig wirkende Café Niemetz (Herbert-von-Karajan-Platz 11). Da wir seit einer ganzen Weile keine längere Rast mehr gemacht hatten und uns alle eine spontane Lust auf Kaffee und Kuchen überkam (und wir für diesen Tag ohnehin nichts Besseres vorhatten), kehrten wir spontan ein.

Tatsächlich war das Café genau so plüschig eingerichtet, wie es von außen den Anschein machte.

Plüschig – das Interieur des Café Niemetz

Anders als im Tomaselli wurden wir hier äußerst freundlich empfangen und sehr zuvorkommend bedient. Die Kuchen (Sacher-, Haus- und Linzer-Torte) und der Kaffee, sowie die heiße Schokolade schmeckten sehr gut, wobei uns die Sachertorte etwas trocken erschien. Ans Herz legen würde ich jedem die Linzer-Torte nach Originalrezept. Ein Traum!

Erst beim Hinausgehen erfuhren wir, dass die Spezialitäten des Hauses die Schokoladenkreationen sind, von denen wir uns spontan ein paar zum Probieren mitnahmen.

Derart gestärkt waren wir bereit, uns ins Shoppinggetümmel zu stürzen. Wobei das eher Aufgabe der anderen war, während ich in der Buchhandlung Höllrigl (Siegmund-Haffner-Gasse 10), der ältesten Buchhandlung Österreichs, versackte.

Die Buchhandlung Höllrigl in Salzburg ist die älteste Buchhandlung Österreichs

Auf zwei Etagen wurde alles angeboten, was das Herz eines Buchliebhabers höher schlagen lässt. Insbesondere die großzügige Schnäppchen-Abteilung hatte es mir angetan. Überflüssig zu sagen, dass ich fündig wurde und einige Bücher mitnahm.

Meinen Mitreisenden muss klar gewesen sein, wo sie mich finden, denn nach und nach trafen auch sie dort ein und kauften ebenfalls ein paar Bücher.

Bücher über Bücher in der Buchhandlung Höllrigl

Unmittelbar neben der Buchhandlung befindet sich das Zipfer Bierhaus Schwarz (gutes Bier, unfreundlicher Service), wo wir bei einem Pfiff über die Abendgestaltung sprachen. Wir einigten uns darauf ins Kino zu gehen und auf dem Rückweg ins Hotel (wo wir unsere Einkäufe abluden), etwas zu essen.



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Gesagt getan. Bereits am Morgen hatten wir s’Kloane Brauhaus in Kastner’s Schenke (Schallmooser Hauptstraße  27) an der Grenze Neustadt / Schallmoos entdeckt, auf das wir uns sofort einigen konnten. In der kleinsten Brauerei Salzburgs freuten wir uns auf österreichische Spezialitäten, wie etwa die Salzburger Nockerln, die ich unbedingt einmal probieren wollte.

s’Kloane Brauhaus in Kastner’s Schenke – die kleinste Brauerei Salzburgs servierte das beste Essen

Zu unserer Überraschung gab es eine eher moderne Variante der regionalen Salzburger Küche. Serviert wurden, neben dem spritzigsten Bier Salzburgs (wir würden das Kellerbier empfehlen), Wollschwein, Wild und Ente. Alles sehr schön angerichtet und toll im Geschmack. Zum Nachtisch gab es dann eben Nougat-Topfenknödel. Aber zu improvisieren hatten wir an diesem Tag ja bereits gelernt.

Abends ging es dann ins Cineplexx Salzburg City am Hauptbahnhof (Fanny-von-Lehnert-Straße 4 – direkt neben dem Forum 1), wo uns die günstigen Eintrittspreise überraschten und der Tag alles in allem doch noch ein positives Ende nahm.

Tag 3: Stefan-Zweig-Weg und rechte Altstadt

Am nächsten Morgen beschlossen wir spontan das Hotelfrühstück ausfallen zu lassen und zu schauen, ob wir in der Stadt nicht günstiger und vielleicht sogar besser wegkämen. Unsere Wahl fiel auf das Café Habakuk in der rechten Altstadt (Linzer Gasse 26), wo wir problemlos einen Tisch bekamen und sehr zuvorkommend bedient wurden. Der Kaffee war nicht ganz so gut, wie im Hotel und die Einrichtung wirkte sehr altbacken, dafür war das Frühstück (á la Carte) um Längen besser und sogar ein paar Euro günstiger.

Beim Hinausgehen fielen uns die Mozartkugeln auf, die wir netterweise zuerst probieren durften, ehe wir sie kauften (10 Stück für 13 Euro). Diese Variante war herber, als die der anderen Confiserien und nicht ganz so fein (was daran liegen mag, dass vorgefertigte Hohlkugeln verwendet werden, anstatt sie per Hand zu rollen).

Salzburger Mozartkugel des Café Habakuk

Geschmacklich landete sie bei mir auf Platz 2; knapp vor den Mozartkugeln von Holzermayr und weit hinter dem Original von Fürst, wo alle Komponenten perfekt miteinander harmonierten.

Zum gleichen Ergebnis kam auch Matthias Neske von Chez Matze. Bei Micky Kaltenstein von der entdeckerei, hingegen landeten die Mozartkugeln von Fürst und Holzermayr auf Platz 1, auf Platz 2 die von Schatz (die ich beim nächsten Mal unbedingt probieren muss) und die von Habakuk auf Platz 3. Bei meinen beiden Mitreisenden landete Habakuk vor Fürst sogar auf Platz 1. Es ist also letztendlich Geschmacksache.

Von innen sehen die Kugeln von Fürst, Habakuk und Holzermayr übrigens so aus:

Nach dem Frühstück ging es den Kapuzinerberg hinauf. Wir folgten dem Stefan-Zweig-Weg bis zum Kapuzinerkloster (Kapuzinerberg 6), das zwar noch in Betrieb ist, aber keine Besichtigungen anbietet. Dafür bot sich vom Kapuzinerberg ebenfalls eine tolle Aussicht über Salzburg, sodass sich die 5 Minuten Fußweg vom Café Habakuk dennoch lohnten.

Auch der Kapuzinerberg bietet tolle Ausblicke

Außerdem führte der Weg am Paschinger Schlössl vorbei (Kapuzinerberg 5), das Stefan Zweig während seiner Salzburger Jahre bewohnte. Das in Privatbesitz befindliche Haus ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und liegt recht versteckt in einem parkähnliches Grundstück. Lediglich 4 Stolpersteine erinnern an den berühmten Schriftsteller und seine erste Frau Friderike Zweig-Winternitz, sowie deren Kinder Alexia und Susanna.

Stolpersteine erinnern an Stefan Zweig und seine Frau Friderike Zweig-Winternitz

Das nächste Ziel war Mozarts Wohnhaus. Um dorthin zu gelangen nahmen wir einen Umweg über die Kaipromenade, weil wir noch eine Kaffepause im Bazar einlegen wollten. Da uns das Klientel aber nicht zusagte, verzichteten wir darauf und spazierten weiter zum Geburtshaus von Herbert von Karajan (Josef-Friedrich-Hummel-Straße 1) und statteten dem Salzburger Landestheater einen Besuch ab, um uns über das abendliche Programm zu informieren. Leider war kein Stück dabei, das uns alle ansprach, sodass wir weiter zum Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart gingen, das sich schräg gegenüber befand (Makartplatz 8).

Mozart Wohnhaus (Makartplatz 8)

Da wir noch immer keine Salzburg-Card hatten und auch hier etliche Touristen Schlange standen, sparten wir uns aber die 9 € Eintritt und begnügten uns damit, das Haus von außen zu betrachten. Dabei fiel uns die Bronzeskulptur “Caldera” des britischen Künstlers Tony Cragg in der Mitte des Makartplatzes auf.

Caldera – beeindruckende Skulptur von Tony Cragg

Als nächstes zogen das gewaltige Gebäude des Priesterseminars und die barocke Dreifaltigkeitskirche unsere Blicke auf sich. Die bedeutendste Kirche der rechten Altstadt war das erste Bauwerk des österreichischen Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach.

Dreifaltigkeitskirche

Auch von innen mochte die Ende des 17. / Anfang des 18. Jahrhunderts errichtete Kirche zu überzeugen. Hier sei vor allem das erste sakrale Deckenfresko des Malers Johann Michael Rottmayr, sowie die Stuckarbeiten italiensicher und österreichischer Meister erwähnt.


Schräg gegenüber stärkten wir uns im Café San Marco mit Kaffee und Strudel, ehe wir den benachbarten Mirabellgarten (Mirabellplatz 3) besuchten.

Mirabellgarten

Die wunderschöne Gartenanlage von Schloss Mirabell lädt mit diversen Gartenzimmern (Rosengarten, Orangerie, Theatergarten, Zwergelgarten, Bastionsgarten), Brunnen und Skulpturen zum Flanieren ein. Eigentliches Ziel unseres Besuchs waren aber die barocke Donnerstiege, sowie der prunkvolle Marmorsaal.

Donnerstiege
Marmorsaal

Im wohl beliebtesten Trausaal der Stadt finden auch die Salzburger Schlosskonzerte statt. Leider gab es für die Veranstaltung an diesem Abend keine Karten mehr, weswegen wir wieder zur Salzach gingen und die unscheinbare Christuskirche (Schwarzstraße 25) besuchten. Die Taufkirche von Georg Trackl begeisterte uns mit ihrem schlichten Holzinterieur, sowie tollen Schnitzarbeiten und war eine schöne Abwechslung zu den sonst so pompösen Kirchen der Stadt.

Kanzel der Christuskirche

Über den Elisabethkai ging es an der Salzach entlang zum Müllner Steg, der uns wieder auf die linke Flussseite und nach einem kurzen Spaziergang in die linke Altstadt brachte. Vom Müllnersteg aus konnten wir noch mal tolle Bilder von der linken Altstadt und der über ihr thronenden Festung Hohensalzburg machen.

Vom Müllnersteg aus offenbarte sich uns ein Postkartenblick auf die linke Altstadt vor dem Panorama der Salzach

Nur einen Steinwurf entfernt lag der Ursulinenplatz, wo wir natürlich nicht umhin kamen, der Markuskirche ebenfalls einen Besuch abzustatten. Die barocke Hallenkirche, eine weitere Arbeit des Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach, wurde 1999 der orthodoxen Gemeinde zur Verfügung gestellt. Entsprechend ist sie mit vielen Ikonen ausgestattet und ziemlich weihrauchgeschwängert. Direkt vor der Kirche befindet sich die Skulptur “Hommage an Mozart” des deutschen Künstlers Markus Lüpertz, die uns ein wenig an die Werke von Picasso erinnerte.

Skulptur “Hommage an Mozart” von Markus Lüpertz

Die Skulptur passt sehr gut auf diesen Platz und die angrenzende Gstättengasse, da es hier einige Bars, Galerien und Museen gibt, die einem das Wort Künstlerviertel geradezu entgegen schreien.

Auf dem Bürgerspitalplatz unmittelbar hinter dem Gstättentor befindet sich das Afro Café, in das wir gerne eingekehrt wären. Leider prangte ein Schild mit der Aufschrift “geschlossene Gesellschaft” an der Tür, weshalb wir kurz überlegten, uns in der Bäckerei Ursprunger zu stärken, die sich im ältesten, noch erhaltenen Verkaufsladen der Salzburger Altstadt befindet.

Bäckerei Ursprunger im ältesten Verkaufsladen der Stadt

Stattdessen erinnerten wir uns an einen Blogpost, den wir in Vorbereitung auf unsere Reise gelesen hatten. Demnach sollte es im Café Mozartwinkel (Universitätsplatz 15) die beste Nussschnecke der Welt geben. Wo es den besten Nusszopf der Welt gibt wussten wir bereits (in den Filialen der aus Kaiserslautern stammenden Barbarossa-Bäckerei), sodass wir natürlich auch die beste Nussschnecke der Welt probieren wollten.

        

Das Café war gar nicht mal so leicht zu finden, da es ein wenig versteckt in der Roittner-Passage zwischen Universitätsplatz und Getreidegasse liegt. Die wenigen Stühle im Gastgarten waren alle belegt, doch glücklicherweise schickten sich just in diesem Moment 4 Leute an, einen Tisch zu räumen, sodass wir doch noch ein Plätzchen fanden.

Die Bedienung im Café Mozartwinkel war freundlich und flott. Insgesamt machte es einen sehr touristischen Eindruck, was bei der Lage in unmittelbarer Nähe zu Mozarts Geburtshaus, nicht verwunderlich ist. Entsprechend durchschnittlich war der Kaffee und die Touristengruppen, die am laufenden Band an uns vorbeigeschleust wurden, gingen uns irgendwann nur noch auf den Keks.

Nusschnecke im Café Mozartwinkel

Die Nussschnecke allerdings war wirklich sehr saftig und sehr lecker, aber ob es jetzt tatsächlich die beste Nussschnecke der Welt ist, sei einmal dahingestellt. Wir können sie in jedem Fall empfehlen und würden sie beim nächsten Besuch in Salzburg wieder bestellen. Dann aber wohl eher zum Mitnehmen.

Für den Moment waren wir jedoch ganz dankbar, uns kurz ausruhen zu können, um den weiteren Tagesablauf zu besprechen. Wir hatten alle Sehenswürdigkeiten, die wir uns für diesen Tag vorgenommen hatten, gesehen und wussten noch nicht, wo wir zu Abend essen wollten.

Ziemlich schnell kamen wir überein, dass wir noch die Shoppingmöglichkeiten der rechten Altstadt und der Neustadt ausloten und abends in das BierPub der Brauerei Gusswerk einkehren wollten.

Nachdem wir gezahlt hatten ging es über die Staatsbrücke in die rechte Altstadt, die uns mit netten kleinen Lädchen überraschte. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Rupperts-Buchhandlung (Dreifaltigkeitsgasse 12), die Bar Wein & Co. mit angeschlossenem Weinladen (Platzl 2), das schrecklich-schöne Dekogeschäft SEWA und der V. O. I. menstore, in dem auch ich endlich einmal Hemden fand, die mir passten.



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Mit prall gefüllten Einkaufstüten ging es zurück zum Hotel, wo wir uns kurz frisch machten und mit dem Auto anschließend die 15 Kilometer zum Brauhaus Gusswerk (Römerstraße 3, 5322 Hof bei Salzburg) fuhren.

Dort hatten wir wieder Glück. In dem, ansonsten voll besetzten, Lokal war noch genau ein Tisch frei. Von der Auswahl an Speisen waren wir zwar etwas enttäuscht, entschieden uns aber schließlich alle für Flammkuchen. Dafür bot die Auswahl preisgekrönter Bio-Biere für jeden Geschmack etwas, sodass wir sogar ein paar Flaschen für zu Hause mitnahmen.

Auch wenn das BierPub laut der Homepage der Brauerei zuletzt geschlossen hatte, dürfte sich ein Besuch für Bierfreunde lohnen (Öffnungszeiten Mo – Do 8 – 16 Uhr; Fr 8 – 13 Uhr).

Auf einen Blick – Die Fakten

Einwohner: ca. 150.000

Stadtteile: 24

Währung: Euro

Optimale Reisedauer: 3 – 5 Tage (mit Ausflügen in das Salzkammergut auch länger)

Sprachen: Deutsch (es wurde aber überall auch Englisch gesprochen)

Adapterstecker nötig?: nein

Und beim nächsten Besuch?

Die Tage in Salzburg vergingen viel zu schnell, sodass ich es – wieder einmal – nicht schaffte, alle Sehenswürdigkeiten zu besuchen, die ich mir im Reiseführer angekreuzt hatte. Allerdings denke ich, dass viel mehr in der kurzen Zeit auch nicht möglich gewesen wäre.

In jedem Fall möchte ich bei einem nächsten Besuch das Museum der Moderne und das Salzburg Museum besuchen. Auch Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse, sowie sein Wohnhaus am Makartplatz interessieren mich noch immer, ebenso das Schloss Hellbrunn, der Tierpark Hellbrunn und die Wallfahrtskirche Maria Plein.

Zudem würde mich ein Ausflug ins Salzkammergut reizen, das mit seinen Seen und Bergen zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert scheint.


     

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