Mein bester letzter Sommer: Jugendroman von Anne Freytag

Inhalt

Tessa ist 17, Klassenbeste uns hat einen Studienplatz in Oxford. Bei allem was sie tut, wartet sie stets auf den perfekten Moment. Ein Leben in der Warteschleife, das ihr nichts ausmacht, weil sie noch ihr ganzes Leben vor sich hat.

Doch Tessa wird nach Meinung der Ärzte ihren 18. Geburtstag nicht mehr erleben. Und plötzlich bereut sie, ihr bisheriges Leben derart verschwendet zu haben. Sie bedauert, so vieles nie zu erleben, was für ihre Klassenkameraden ganz normal ist.

Zum Beispiel den Abschluss machen, Auto fahren, heiraten oder Kinder kriegen.

Als Tessa Oskar kennenlernt hat sie plötzlich das Gefühl, doch noch etwas aus den ihr verbleibenden Wochen machen zu können. Sie begeben sich auf eine Reise quer durch Italien und Oskar schenkt ihr etwas, von dem sie nie gedacht hätte, dass es ihr passieren würde – Liebe.

Erster Satz

Die großen Kopfhörer liegen weich auf meinen Ohren und verschlucken die Außenwelt.

Lesemotivation

Auf „Mein bester letzter Sommer“ aufmerksam wurde ich aufgrund zahlreicher positiver Rezensionen in diversen sozialen Medien. Die Geschichte klang spannend und auch die Leseprobe gefiel mir gut, sodass ich mir den Roman unbedingt kaufen musste.

Meinung

„Mein letzter bester Sommer“ begeisterte mich von Seite 1 mit einer wunderschönen, bildreichen Sprache, die mal trotzig, mal wütend und mal unendlich traurig von Tessas Warten auf den Tod erzählt. Eben genauso, wie ich mir die Gedankengänge einer Todgeweihten vorstelle.

Die ersten 100 Seiten empfand ich dabei als sehr deprimierend, da Tessa eigentlich nur zu Hause zu sitzen und auf ihr Ende zu warten scheint.

Die Sonne verschleiert die Tatsache, dass ein weiterer schwarzer Tag beginnt.

Sobald Oskar in ihr Leben tritt, ändert sich der Ton der Ich-Erzählerin schlagartig. Er wird leichter und zuversichtlicher, auch wenn der Tod wie ein Damokles-Schwert über der jungen Liebe hängt.

Hin und wieder driftet Tessa in ihre melancholische Anfangsstimmung zurück, was ich aber als sehr realistisch und als nicht mehr so deprimierend empfinde, wie zu Beginn des Buches.

Endlich scheint Tessa das zu machen, was ihr gefällt und mit jeder Seite (die nur so dahinfliegen) freut man sich, dass sie und Oskar wieder ein bisschen mehr Zeit miteinander verbringen durften.

Im Endeffekt hat mir der Debütroman von Anne Freytag sehr gut gefallen. Ich kann nicht einmal genau sagen, was das letzte Quäntchen gewesen wäre, das mir zur vollen Punktzahl gefehlt hat. Vielleicht war mir die Geschichte zu schnell vorbei. Oder sie war zu traurig. In jedem Fall aber war „Mein letzter bester Sommer“ sehr nah dran an perfekt, sodass ich häufig mit den Tränen kämpfen musste und sie nicht immer zurückhalten konnte. Ein tolles Buch und eine absolute Leseempfehlung.

Liebste Szene

Wir stehen nebeneinander und schweigen. Weil es nichts zu sagen gibt. Weil wir keine Worte brauchen, um einander zu verstehen. Ich höre Oskar, und er hört mich. Und ich glaube, das ist Liebe.

 

        

    

Buchtrailer

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