In der Finsternis: Thriller von Sandrone Dazieri

Inhalt

Dante Torre wurde als Kind entf├╝hrt und jahrelang in einem Silo gefangen gehalten. Die Zeit in v├Âlliger Isolation hat ihn stark gepr├Ągt und fast gebrochen. Bis heute hat er Platzangst und schafft es nur schwer, seinen Alltag zu meistern. Kontakt zu anderen Menschen oder sogar das Verlassen seiner Wohnung versucht er, so gut es geht, zu vermeiden.

Da sein Entf├╝hrer ihm nur mit von einer Sturmmaske verh├╝lltem Gesicht entgegentrat, hat er ├╝ber die Jahre gelernt, die menschliche K├Ârpersprache zu lesen, wie kein

Als in den Pratoni del Vivaro ein Junge verschwindet, wird Dante von der Polizei um Unterst├╝tzung gebeten. Zun├Ąchst m├Âchte ihm niemand glauben, doch als die Ereignisse sich zu ├╝berschlagen beginnen, d├Ąmmert der Polizei allm├Ąhlich, dass er recht haben k├Ânnte.

Erster Satz

Die Welt ist eine gew├Âlbte Wand aus grauem Beton.

Lesemotivation

Nach den zwei Leserunden von So w├╝st und sch├Ân sah ich noch keinen Tag sowie Der Mann, der das Gl├╝ck bringt hatte ich einfach mal wieder Lust auf einen Thriller

Meinung

Im ersten Kapitel wird eine seltsame Vater-Sohn Beziehung beschrieben. Der Leser merkt sofort, dass etwas nicht stimmt und kann die Beklemmung des Jungen, sowie seine Panik fast k├Ârperlich sp├╝ren. Trotz aller Verwirrung, die das Kapitel zur├╝ckl├Ąsst, macht es definitiv Lust auf mehr.

Das Grauen begann um f├╝nf Uhr nachmittags an einem Samstag Anfang September, als ein Mann in Short mit den Armenherumfuchtelte, um ein Auto

Ab dem zweiten Kapitel ist der Leser gleich mitten im Geschehen. Es folgt Polizeiarbeit, wie man sie aus vielen Krimis und Thrillern kennt.

Und dann ist da Colomba Caselli, die nach einem schrecklichen Ereignis nicht im Dienst ist und von ihrem Chef dennoch beauftragt wird, Privatermittlungen zum aktuellen Fall anzustellen. Was sie zu nicht wei├č ist, dass sie bald selbst um ihr Leben wird f├╝rchten m├╝ssen.

Je verzwickter und komplexer der Fall wird, umso mehr Mosaiksteinchen scheinen pl├Âtzlich zusammenzupassen und ein Bild zu ergeben ÔÇô bis dieses auf den n├Ąchsten Seiten wieder, wie ein Kartenhaus, in sich zusammenf├Ąllt.

Liebster Satz

Colomba h├Ârte ein Gurgeln und sah, wie sich der Mann ein paar Sekunden lang wie ein Wurm auf einem hei├čen Rost wand, um mit einem Schlag zu erstarren.

Fazit

Der Deb├╝troman des italienischen Drehbuchautors Sandrone Dazieri gefiel mir sehr gut. Mit spannendem und intelligentem Schreibstil nimmt er den Leser mit auf eine tragische und abgr├╝ndige Reise durch Italien, die in einem furiosen Finale endet.

Selten hatte ich bei einem Thriller so viele Leute unter Verdacht wie hier, musste aber jedes Mal aufs Neue einsehen, dass keiner davon der T├Ąter ist.

In manchen Szenen geht es richtig zur Sache, sodass ich es allzu empfindlichen Gem├╝tern nicht unbedingt empfehlen kann. Alle anderen erwartet das schrecklich sch├Âne Deb├╝t, bei dem man Angst hat, mit jedem Wort zu viel zu verraten und das einen bis zur letzten Seite in Atem h├Ąlt.

Sandrone Dazieri werde ich auch in Zukunft beobachten und gerne weitere B├╝cher von ihm lesen.


        

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