Das Lächeln der Frauen: Liebesroman von Nicolas Barreau

Klappentext

Die junge Restaurantbesitzerin Aurélie hat Liebeskummer: Von einem Tag auf den anderen wurde sie von ihrem Freund verlassen. Unglücklich streift sie durch Paris und stößt in einer kleinen Buchhandlung auf einen Roman, der gleich in den ersten Sätzen nicht nur ihr Lokal, sondern auch sie selbst beschreibt. Begeistert von der Lektüre, möchte Aurélie den Autor des Buchs kennenlernen, doch der ist leider sehr menschenscheu, erfährt sie vom Lektor des französischen Verlags. Aber Aurélie gibt nicht auf …

Erster Satz

Letztes Jahr im November hatte ein Buch mein Leben gerettet.

Lesemotivation

Auf der Suche nach einem Geschenk für eine Freundin wurde mir dieser Roman ans Herz gelegt. Da die Freundin diesen aber bereits besaß, wollte ich wissen, ob das Buch wirklich so “unglaublich komisch, verführerisch, witzig und romantisch” war, wie der Klappentext versprach.

Meinung

Das erste, was mir zu diesem Roman einfällt, ist seine Leichtigkeit.

Er ist leicht zu lesen. Leicht zu verstehen. Macht es dem Leser leicht, in ihn einzutauchen und sich in ihn zu verlieben.

Insbesondere Letzteres habe ich nach der Empfehlung meiner Freundin auch wirklich versucht. Musste aber feststellen, dass es nicht mein Buch ist.

In der Tat war ich beim Lesen sofort von Aurélie und ihrer phantastischen Welt gefangen. Mochte sie von der ersten Seite an und mochte auch ihr heimeliges Restaurant “Le Temps de Cerises”.  Ich war mindestens genauso überrascht, wie die Protagonistin, als sie beim Lesen des Buches “Das Lächeln der Frauen” auf sich selbst stieß und konnte tatsächlich ihr Motiv nachvollziehen, den englischen Autoren Robert Miller einmal persönlich kennenzulernen.

Die Hartnäckigkeit und Vehemenz mit der sie das versuchte überraschte mich zwar, was vielleicht auch daran liegt, dass mir das ganze Hin und Her irgendwann so auf die Nerven gegangen wäre, dass ich es einfach hätte sein lassen, wohlwissen, dass diese Einstellung nun nicht gerade zu einem Liebesroman passt. Und ganz sicher auch nicht dazu, was sich die (vermutlich größtenteils) Leserinnen davon erhoffen. Außerdem wäre das Buch dann sicherlich kürzer ausgefallen und hätte vermutlich überhaupt niemanden hinter dem Ofen hervorgelockt.

Spätestens als mir klar wurde, dass der Lektor André Chabanais hinter allem steckte und das ganze Mimenspiel aufrecht zu halten versuchte, um Aurélie näher zu kommen, wurde mir die Geschichte aber doch ein wenig zu kitschig.

Vermutlich trifft das Buch bei vielen Menschen einen Nerv, den es bei mir – aus welchen Gründen auch immer – nicht getroffen hat.

Was das Buch allerdings – ebenfalls ganz leicht – schafft, ist, den Leser nach kurzweiliger Lektüre mit einem guten Gefühl in die reale Welt zu entlassen, in der er (dank Rezepten im Anhang) sogar die Gerichte nachkochen kann, die kurz zuvor noch Aurélie und die anderen Romanfiguren zu sich genommen haben.

Ein Sommerbuch für Romantiker und Kitsch-Fans.

Liebster Satz

Es mochte nicht immer von Vorteil sein, in einer Branche zu arbeiten, die ausschließlich von Worten, Geschichten und Ideen lebte, und es gab Momente in meinem Leben, da hätte ich gern etwas Greifbareres, Reelleres, Monumentaleres gehabt, etwas, das man mit den Händen machte – wie ein Holzregal bauen oder eine Brücke, einfach etwas, das mehr Materie war und weniger Geist.


        
    

Verfilmung
        
    

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