D. I. Grace – Schwarzes Herz: Thriller von M. J. Arlidge

Klappentext

Der Schein trügt Die ganze Nacht hat Eileen auf ihren Mann gewartet. Mit wachsender Sorge. Denn Alan – ein liebevoller Vater, in der Kirche aktiv, allseits geschätzt – ist noch nie fortgeblieben. Als es morgens endlich klingelt, liegt nur ein Päckchen vor der Tür. Es enthält ein menschliches Herz. Alans Herz. D.I. Helen Grace und ihr Team finden seine verstümmelte Leiche in einem leer stehenden Haus in Southamptons Rotlichtbezirk. Doch was wollte Alan dort? Als ein weiterer Mann ermordet aufgefunden wird, das Herz herausgerissen, wird Helen klar, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun hat. Und dass die toten Männer nicht ganz so unbescholten waren, wie es nach außen den Anschein hatte.

Erster Satz

Der Nebel kroch vom Meer herein und legte sich über die Stadt.

Lesemotivation

Vor einigen Wochen habe ich Schwarzes Herz im Schaufenster unserer Bahnhofsbuchhandlung entdeckt und meiner Kollegin davon erzählt, weil wir sie oft damit aufziehen, dass sie ein schwarzes Herz hat. Sie hat sich das Buch daraufhin gekauft und als gut befunden, woraufhin sie es mir auslieh.

Meinung

“Schwarzes Herz” war mein erster Roman von M. J. Arlidge und machte mir direkt Lust auf weitere Bücher des Autors, der eine flotte Schreibweise hat und durch kurze Kapitel mit vielen Szenenwechseln überzeugen kann. Der Autor schaffte es ohne Probleme mir ein Kopfkino zu bereiten, was wohl auch daran liegen mag, dass Arlidge durch das Schreiben von Drehbüchern bekannt geworden ist.

Der Schreibstil hat mich entfernt an Dan Brown erinnert, der ebenso spannend war wie der des Amerikaners, auch wenn Browns Romane um einiges raffinierter sind.

So konnte ich auch nicht allzu viele Szenen, Sätze und Formulierungen finden, die mich beeindrucken konnten. Wer also auf literarischen Anspruch Wert legt, ist bei Arlidge falsch. Hier kommen eher Thriller-Fans auf ihre Kosten, die Wert auf Spannung und eine interessante Story legen. Die Geschichte konnte mich bis zum Schluss fesseln und das und das melodramatische Ende rührte mich fast zu Tränen.

Auch die Romanfiguren konnten mich besonders beeindrucken. Jede Nebenrolle war ganz klar gezeichnet, hatte ihre Eigenarten und Motive. Auch hier merkt man ganz deutlich, dass der Autor aus dem Drehbuchbereich kommt.

Insgesamt ein spannendes, kurzweiliges Lesevergnügen, dass leicht verständlich geschrieben ist. Die perfekte Zuglektüre.

Liebste Szene

Stephen McPHail, Geschäftsführer von Zenith, bemühte sich, die Ruhe zu bewahren, war aber von den Ereignissen des Morgens deutlich mitgenommen. Gemeinsam mit seiner langjährigen Sekretärin Angie hatte er sich in sein Büro verkrochen. Die Schachtel stand auf Angies Tisch, wo sie sie hatte fallen lassen. Beim Aufprall war sie umgefallen und das blutige Herz auf den Tisch gekippt. Da lag es immer noch, von zwei Streifenbeamten bewacht, die sich weigerten, es auch nur anzusehen. Der Deckel war nach hinten geklappt. Das einzelne Wort ABSCHAUM, in Blut geschrieben, schrie eine deutliche Botschaft heraus.


        

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